Erfahrungsbericht zum ROPA Keiler 2 beim KWS Klostergut Wiebrechtshausen

Steffen Köhler berichtet über seine Erfahrungen mit dem Kartoffelroder ROPA Keiler 2 in der dritten Kampagne auf dem Klostergut der KWS in Wilbrechtshausen.

Bereits während seines Studiums der Agrarwissenschaften war er als Praktikant aus dem Klostergut beschäftig und ist nach seinem Abschluss dort hautberuflich im Ackerbau angestellt. 

2018 wurde der ROPA Keiler 2 gekauft und kam auf den Betrieb. Mit seinen individuell anpassbaren Reinigungseinheiten durch den vollhydraulischen Antrieb ist der Keiler 2 besonders kartoffelschonend, worauf der Versuchsbetrieb einen besonderen Wert legt.

Mehr Impressionen und die Faszination Keiler 2 erfahren Sie im Video.

Die KWS Klostergut Wiebrechtshausen GmbH ist eine Tochtergesellschaft der KWS SAAT SE und bewirtschaftet seit 2002 das Gut der Klosterkammer Hannover als Pächter. Seit Anbeginn wird der Betrieb ökologisch nach Naturland-Richtlinien bewirtschaftet. Ziel des Betriebes ist die Erzeugung von ökologischem Saatgut und Gemüse. Auf den langjährig ökologisch bewirtschafteten Flächen werden eine Vielzahl von Sorten- und Leistungsprüfungen durchgeführt. So werden genaue Ergebnisse zur Eignung eigener Sorten und Züchtungen unter den Bedingungen des ökologischen Landbaus ermittelt. Ergänzt wird dies durch anbautechnische Versuche, beispielsweise zu Düngung, biologischem Pflanzenschutz und Unkrautregulierung.

Die Betriebsfläche umfasst 368 ha, davon werden auf etwa 60 ha Speisekartoffeln angebaut.


Etwa 190 ha gutes Ackerland können beregnet werden, bei zwei Fruchtfolgen liegt der Schwerpunkt auf diesen Hackfrüchten:
1. Jahr: Kleegras
2. Jahr: Kartoffeln
3. Jahr: Möhren
4. Jahr: Zuckerrüben, Buschbohnen, Rote Bete etc.
5. Jahr: Getreide mit Kleegras-Untersaat

 

Ungefähr die Hälfte der Fläche ist jedoch zu steil, steinig oder zu tonig, um Hackfrüchte anzubauen. Hier rotiert eine Mähdrusch-Fruchtfolge:
1. Jahr: Kleegras
2. Jahr: Kleegras
3. Jahr: Weizen oder Hybridroggen-Vermehrung
4. Jahr: Triticale oder Gerste
5. Jahr: Ackerbohne
6. Jahr: Hafer oder Sommergerste mit Kleegras-Untersaat

 

Herzlichen Dank an Steffen Köhler sowie Betriebsleiter Axel Altenweger mit seinem kompletten Team

Ein Hingucker - Keiler 2 und John Deere 6175R mit besonderer Optik und Bereifung bei der Familie Olligs im Rheinland

Die Familie Olligs bewirtschaftet im Rheinland (Bedburg-Kirchherten) einen Ackerbaubetrieb mit 250 ha. Der Hof der Familie Olligs hat eine lange Tradition und wird bereits in der dritten Generation geführt.

Kartoffeln werden in Kirchherten schon immer angebaut, da die Böden in der Jülicher Börde sehr fruchtbar sind.
Bodenpunkte zwischen 80 und 95, eine Lössbodentiefe zwischen 5 und 10 Metern und Niederschläge zwischen 750 - 900 mm lassen qualitativ hochwertige Kartoffeln wachsen, aber auch andere Früchte gedeihen auf den Hochertragsstandorten der Jülicher Börde hervorragend.

Neben Zuckerrüben, Weizen und Mais liegt das Hauptaugenmerk auf dem Kartoffelanbau mit 100 ha Speisekartoffeln. Die Frühkartoffeln (wie im Video zu sehen) gehen direkt in die Weiterverarbeitung in die Niederlande. Bei den Frühkartoffeln liegen die Erträge zwischen 35 t und 45 t pro ha, zur Haupterntezeit zwischen 45 t und 55 t pro ha.

Die beiden Betriebsleiter Markus und Heinz-Georg Olligs haben sich im Jahre 2018 für einen Keiler 2 entschieden. Hauptgründe dafür waren die schonende Rodung und die individuell anpassbaren Reinigungseinheiten durch den vollhydraulischen Antrieb – ein großer Vorteil nicht nur zur Frühkartoffelernte. Die Kartoffelernte auf dem Betrieb Olligs erstreckt sich über die erste frühe Ware im Mai bis hin zur späten Ware Anfang November.

Die Reinigungseinstellungen des Keiler können komfortabel aus der Traktorkabine und ebenso am Terminal des Verlesestandes angepasst werden. Rodequalität steht hier im absoluten Fokus, was seine Abnehmer auch immer wieder bestätigen. Unabhängig von den Rodebedingungen und der Rodegeschwindigkeit kann die Maschine auf die ideale Einstellung angepasst werden.

Ein besonderer Hingucker ist das Gespann mit dem John Deere 6175R mit schwarzen Hochglanzfelgen und der Bereifung mit Michelin Evobib in der Größe 710/70 R42.
Mit der integrierten  Reifendurckregelanlage von PTG wird bei Straßenfahrt der Reifenfülldruck auf 2,0 bar erhöht, so dass sich die Aufstandsbreite auf etwa 550 mm Breite reduziert.
Zur Feldarbeit wird der Reifenfülldruck je nach Anforderung bis auf 0,8 Bar reduziert, so dass sich die Aufstandsbreite auf über 780 mm verbreitert.
Für Praxistest und Weiterentwicklung der Evobib Bereifung fungierte Markus Olligs ab 2018 als Praxispartner von Michelin.

Herzlichen Dank an Familie Olligs für die schönen Aufnahmen und die gute Zusammenarbeit!